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Eno - stea.alto Drucken E-Mail
Eno

Eno

stea.alto


ape must not kill ape records

http://www.myspace.com/wirwarenineno


(Jan Gerlach, 14.5.08) Zum ersten Mal kamen mir Eno als Vorband der (inzwischen aufgelösten?) Unterwegs Mit Urs zu Ohren, in der Catwalk Bar am Rande des Sittertobels in St.Gallen. Christian Mikolasek und Ivo Münger haben mich damals schwer beeindruckt mit ihrem unglaublich dichten Sound, den sie ohne grosses Aufheben vorgetragen haben. Schlagzeug, Gitarre und Werkzeug für Loops und Effekte hat das Duo zu einem tollen Klangteppich kombiniert, den ich nach dem ersten Hören als Post-Rock bezeichnet habe.

Nach etwa zwei Jahren losem Kontakt via Myspace und einem Lied zwischendurch (ich glaube, es hiess Mineral), das schon auf etwas sanftere Töne in Enos Repertoire hingewiesen hat, liegt mir und dem Rest der Menschheit nun stea.alto vor. Das wunderschöne Cover - das mich übrigens an einen tollen Strand in Kantabrien erinnert - gibt zwar keinen klaren Hinweis auf die Musik, die einen da erwartet,  passt aber tatsächlich sehr gut zum Gesamtwerk. Ein vergilbtes Weiss und schwarze Zeichnungen sind das Pendant zum spröd orchestrierten aber spannenden Sound von stela.alto, der mehr an Album Leaf oder Sigur Ros (freilich ohne Gesang) als die im Pressetext erwähnten Slint oder Shellac erinnert. Das heisst: Post-Rock ist das nicht mehr wirklich, war es vielleicht auch nie.

Ohne grosse, synthetische Schnörkel und mit minimaler Instrumentalisierung schaffen Mikolasek und Münger eine Welt, die bisweilen düster klingt, manchmal etwas blechern wirkt, meist aber wirklich hörenswert ist und einen packt. Sehr gelungen, weil mitreissend und kräftig, ist der letzte der nur fünf Tracks, der leider viel zu abrupt endet.

Ach ja: Eno ist ein kleiner Ort in Finnland. Finnland, nicht Island. (6)



Anhören: Auf ihrem Myspace.

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