| (RZ) Ein kurzes Interview mit E über bestuhlte Konzerte und die Eels With Strings. |
Ich treffe E im Zürcher Kongresszentrum Spirgarten in einem Backstageraum, der stark an die Garderobe eines heruntergekommenen Hockeystadions erinnert. E sitzt auf der Umziehbank und trägt bereits den Anzug den er eine Stunde später auf der Bühne auch tragen sollte.
Ziel des Interviews ist es mit E einen Gastklang für die Klangschau aufzuzeichnen. Nur stellt sich bereits im Vorgespräch heraus, dass ihm das Songsaussuchen äusserst schwer fällt und er für seine Playlist auf Itunes über ein Jahr gebraucht hat. Also lassen wir das mit dem Gastklang und ich zaubere ein kurzes adhoc-Interview aus dem Hut, nicht dass ich den Minidisc-Recorder umsonst nach Zürich geschleppt habe.
Das Konzert heute Abend ist ein bestuhltes Konzert. Ich selbst bin ja ein erklärter Befürworter von solchen Konzerten. Wie stehst du zu bestuhlten Konzerten?
In meinem Alter würde es mir den Rücken ruinieren, wenn ich einen ganzen Abend an einem Rockkonzert stehen müsste. Ich denke jeweils: Gott sei Dank kann ich sitzen. Ich würde wohl auch gar nicht hin wollen, wenn ich nicht sitzen könnte. Ich werde wirklich langsam alt.
Das heutige Konzert ist aber nicht nur wegen der Stühlen etwas besonderes. Es spielen ja nicht nur die Eels, sondern die Eels With Strings. Wie ist dieses Projekt entstanden?
Eigentlich wollte ich dieses Jahr ja gar nicht auf Tour gehen. Ich dachte, ich veröffentliche ein Album und gehe dann aber nicht auf Tour. Doch dann hatte ich die Idee etwas ganz Spezielles ganz ohne Schlagzeug und mit einem Streicherquartett im Zentrum zu machen. In die Idee hab ich mich schliesslich so reingesteigert, dass es kein Zurück mehr gab. Für unsere Leser/Hörer die zu Hause bleiben mussten, was für Instrumente habt ihr denn mitgebracht?
Wir haben die üblichen Instrumente eines Streicherquartetts. Also ich denke mal es sind die üblichen Instrumente. Zwei Geigen, eine Viola und ein Cello. Dann ein akustisches Piano und eine Celesta. Das letzte Mal hatten wir noch ein Harmonium dabei. Dieses Mal aber nicht. Dann haben wir noch einen Koffer und eine Tonne die wir bei ein zwei Songs als eine Art Schlagzeug nutzen. Dann noch eine Melodica, eine Mandoline, eine Autoharp, eine Säge und natürlich akustische und elektrische Gitarren. Du siehst einen Haufen Instrumente. Wie viele Musiker braucht es denn für so viele Instrumente?
Wir sind nur zu siebt, aber wir jonglieren mit etwa 25 Instrumenten. Das Konzert ist also wirklich sein Geld wert. [lacht]
Ja dann freu ich mich aufs Konzert. Zum Schluss noch schnell einen Blick in die Zukunft. Was gibt’s als nächstes von den Eels?
Keine Ahnung. Ist noch zu früh was zu sagen.
Aber kann man schon mal vermuten, dass die Tour mit den Streichern das neue Album beeinflussen wird?
Möglich. Möglicherweise auf eine Art, die du nicht erwarten würdest. Eher auf einer philosophischen Ebene.
Dabei belassen wir’s und ich schalte das Aufnahmegerät wieder aus. Wir plaudern noch etwas über die Schwierigkeit einen Gastklang zusammenzustellen (Ich könnte es ja auch nicht.) und gehen dann getrennter Wege. Ich Richtung Saal und er Richtung Bühne.
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