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(Jan Gerlach, 20.03.2008) Es gibt Songs und Musik im allgemeinen, die man mit einem tollen Sonntagmorgen mit Kaffee und einer guten Zeitung und viel Zeit verbindet. Es gibt auch Alben, die ideal für so einen solchen Sonntagmorgen sind. Harpsichord Treacle von den Superimposers ist keins davon, aber fast. Trotz durchwegs positiver Stimmung in den Texten hat der Zweitling des Duos aus London etwas Schwermütiges. Wenn Harpsichord Treacle im Player rotiert, fühlt man sich nach Aufbruch, Abschied und neuem Anfang.
Mit Loops und Samples, dem ominösen Omnichord und akustischer Gitarre sowie den sanften Stimmen kreieren die Superimposers einen Sound, der einen glauben machen, man hätte die 1960er-Jahre doch miterlebt. Oder zumindest die frühen Seventies. Im Pressetext werden zwar Hall & Oates erwähnt, doch scheinen Simon & Garfunkel hier eher Pate gestanden zu haben. Das Duo Copeland/Warden ist allerdings weniger am klassischen Song interessiert als am authentischen, dichten und warmen Sound jener Ära.
Nach 11 Songs oder 38 Minuten und 21 Sekunden ist die Träumerei schon wieder vorbei. Deshalb am besten von Anfang an die Repeat-Taste drücken.
Und ist der lange Sonntag dann doch irgendwann rum, trösten einen wiederum die Superimposers, wenn Harpsichord Treacle zum wiederholten Male beim Einnachten neu beginnt:
It's Looking Good My Friends,
'Cos When the Long Day Ends,
We'll Still Be Here For You,
And All Your Children Too.
(Anymore)
Zugegeben: Aufwühlend ist das nicht und einen Plug-Award wird's dafür auch nicht geben. Aber auf die Idee, so schöne Musik für den Sonntag zu machen, muss man erst einmal kommen. (7)
Das meinen die Kollegen:
Independent zwei von fünf Sternen
Times Online drei von fünf Sternen
Reinhören: Superimposer-Space . Und wo ihr schon dabei seid, hört euch doch auch das Solo-Projekt von Dan Warden an: Dan Solo.
Kaufen: Bei Rough Trade.
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