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My Sister Grenadine - Shine in the dark Drucken E-Mail
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My Sister Grenadine

Shine in the dark

Solaris Empire

Http://www.myspace.com/mysistergrenadine

 


(Romanie Marty, 14.7.08) Wie die meisten meiner zu rezensierenden CDs, hab ich auch My Sister Grenadine im Zug gehört. Vielen ist die positive Eigenschaft vorbeiziehender Landschaften in Bezug auf das Denken bekannt. Man reist, ohne sich zu bewegen, sitzt auf seinem Sessel und lässt das Draussen passieren, während man sich ausgiebig seinem Gedankengut widmet. Man tritt eine innerliche Reise an und lässt sich - zumindest in meinem Fall - auf die Musik ein, die gerade durch den Kopfhörer säuselt.

My Sister Grenadine ist Vincenz Kokot und liefert mit "Shine in the dark" liebliche Singer/Songwriter Musik. Ein Mann, eine Gitarre/Ukulele, feine Texte über feine Gedanken über und für eine Schwester - mehr brauchts nicht. Keine verstörenden Geräusche, keine hysterischen Effekte, keine hyperaktiven Bässe oder Beats. Einfach nur fliessende Gitarrenmelodien und safter, unfaufgeregter Männergesang.

Spartanische Klänge tragen hinfort, über Berge, Pärke, Wälder und weiter, immer weiter, bis die Landschaft weiss wird, über und über bedeckt mit Schnee. Alles ist leise und friedlich. Die Gefahren der Welt sind weit weg. Und irgendwo in einer kleinen Hütte spielt mir Vincenz bei einer Tasse Tee seine Kleinode vor.

"Shine in the dark" wurde in Berlin aufgenommen, einer hyperaktiven und lauten Stadt, die durch ihre wuchtigen, unfertigen Industriebauten einen bedrückenden Charme versprüht. Diesem Charme gibt Kokot eine heimelige Gelassenheit und macht sich keinen Kopf dabei.

My Sister Grenadine schenkt uns mit diesem Longplayer einen Schlüssel, mit dem wir den kreischenden Alltagspomp einfach aussperren können, wenn uns danach ist. (7)


Reinhören: http://www.myspace.com/mysistergrenadine


 

 

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