(Romanie
Marty, 6.10.08) Sodom und Gomorrha! Auch wenn der Bandname und das Coverartwork
eine nette Popplatte versprechen, ist eines ganz klar: mit MAke it PINk aus Genf
ist nicht zu spassen. Das deutet schon das klägliche Babygewimmer als Intro an.
Ein plötzlich auftauchendes, bedrohliches Grollen schwillt an und schon geht’s los
mit satt Rock und Wut à la Rage against the machine.
Gerappt und gerockt wird in High Quality und mit dem
richtigen Sinn für Straightness. Das Wort „Fuck“ wird grosszügig gestreut und
eine stete Nervosität durch massig Tempiwechsel am zusammenbrechen gehindert.
„Birth“ ist eine schwere, atemraubende Geburt. Dass die
welsche Rockcombo auch anders kann, beweist sie bereits ab dem dritten Stück. „Dream Awake“, „Aquarium“ oder „S.C.P.I.C. Russia“ erinnern mit ihrer
verzweifelten Melancholie und Falcettgesang an die brachialeren Blonde
Redhead.
Sogleich besinnen sich MAke it PINk ans Begonnene und
preschen brutal und mit viel Fuck und Screamo weiter, lassens donnern, regnen,
stürmen oder verdunkeln einfach nur temporär den Himmel mit dicken, grauen
Wolken.
Liebhaber von apokalyptischen Unwettern dürfen klatschen. (7)
MAke it PINk - The Divorce
weitere Clips hier
Zurück zu den Rezensionen
|