(Romanie Marty) Offensichtlich geht’s bei Disown ums Sterben.„Rest for the Cockatoos“ ist ein alter, schwerverwundeter Kriegsveteran, der sich in den letzten Atemzügen bei brütender Hitze über das Schlachtfeld schleppt.
Schwerfällig, dröge und lethargisch kreisen bekiffte, warme Loops aus Gitarre, Bass und Klavier ihre unendlichen Bahnen und wirken auf die Dauer stark einschläfernd. Verstirbt unser Soldat nicht vor lauter Langeweile, so wird ihn spätestens der Gesang von José Dos Reis zu Tode nerven.
Der klingt nach Halstrockenheit und verwirrtem Dorgenkonsument, murmelnd und krächzend nach Worten suchend. Was bei den Kings of Leon gut funktioniert, geht hier einfach nur voll in die Hose. Besonders, wenn sich noch das ferne Jammern einer weiblichen Miezekatze (Rachael Rose) hinzu mischt.
Die Genfer haben sich dem „rest“ im CD-Titel wohl zu sehr hingegeben und ein gar begeisterungsloses Album aufgenommen.
Dafür wurde umso mehr Elan in das Gestalten des äusserst hübsch geratenen Kartoncovers gesteckt. Dort schreit ein Kakadu nach Leibeskräften aus einem Hagebuttenstrauch. Möglicherweise versucht er die Band aufzuwecken. Vielleicht schafft er das bis zum nächsten Album. (4)
Das meinen die Kollegen:
Reinhören:
http://www.myspace.com/disowndisown
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